Wer heute nach einem Dienstleister sucht, fragt immer öfter kein Suchfeld, sondern ein Sprachmodell. Das Modell liest dabei nicht die Seite, wie ein Mensch sie sieht, sondern das, was im HTML steht — inklusive Navigation, Cookie-Hinweisen und drei Absätzen Markensprache. Aus diesem Gemisch soll dann ein Satz werden, der stimmt.
llms.txt ist der Versuch, dieser Zusammenfassung eine Vorlage zu geben, statt sie dem Zufall zu überlassen.
Was drinsteht
Eine llms.txt ist Markdown. Oben der Name und ein Absatz, der die Organisation in Fakten beschreibt. Darunter Abschnitte mit Links, jeder mit einem Satz, der sagt, was auf der Seite steht. Keine Superlative, keine Behauptungen ohne Beleg — Modelle zitieren am liebsten, was überprüfbar klingt.
- Eine Zusammenfassung, die ohne den Rest der Seite verständlich ist
- Die wichtigsten Seiten, jeweils mit Kontext statt nur mit Titel
- Produkte mit Status, Lizenz und Domain, wenn es welche gibt
- Was ausdrücklich nicht stimmt — etwa: außer am Sitz gibt es keine Niederlassung
Der letzte Punkt ist der unterschätzte. Unsere Datei sagt ausdrücklich, dass Quavon außer in Rosenheim kein Büro hat, obwohl die Website Seiten für 38 Städte führt. Wer das nicht schreibt, überlässt die Antwort auf «hat die Firma ein Büro in Hamburg?» dem Ratespiel.
Was es nicht ist
llms.txt ist kein verabschiedeter Standard, und keine Suchmaschine hat versprochen, sie zu lesen. Sie ersetzt weder robots.txt noch strukturierte Daten: robots.txt regelt, wer crawlen darf, JSON-LD beschreibt Entitäten maschinenlesbar, llms.txt fasst in Prosa zusammen. Die drei widersprechen sich nicht, sie beantworten verschiedene Fragen.
Der Aufwand ist eine Datei. Der schlechteste Fall ist, dass niemand sie liest.
Wie wir es halten
Wir liefern vier Dateien aus: llms.txt und llms-full.txt auf Deutsch, dazu die englischen Fassungen. Die kurze fasst zusammen, die lange enthält den ausführlichen Stand. Beide sind im Kopf jeder Seite als link rel="alternate" ausgezeichnet und in der robots.txt für die KI-Crawler ausdrücklich freigegeben, damit niemand raten muss, wo sie liegen.